Die Kunst zu brennen

Auf der Suche nach dem Wunderbaren in einer komplett kommerzialisierten Gesellschaft suche ich Wege, die nicht komplett in einer materiellen Sackgasse enden. So entstand der Grundansatz meines Schaffens. Die Zerstörung und Zerlegung von Material, Formen und Strukturen, um daraus neue Körper zu bilden.
Die große Anziehungskraft der komplexen Arbeiten des Godfather of Pop Art, nämlich Andy Warhol, eröffnen mir neue künstlerischen Wege. Sein unermüdliches Streben nach Ruhm und das Bemühen, der größte Künstler aller Zeiten zu werden, inspirieren mich, Träume in die Realität zu holen. Leidenschaft als Weg. Der einzige Weg. Die Kunst für die Kunst auf höchster Flamme zu brennen. Die Kunst zu brennen.
In meinen Arbeiten erforsche und spiele ich mit den Grenzen des Polarisierens. Ich wehre mich nicht mehr gegen den gewaltigen Sog durch die Prägung von Comics und Sci-Fi, sondern im Gegenteil, ich nutze sie, um in meinen Arbeiten Dinge und Ereignisse noch bildhafter und übertriebener gestalten zu können.
Es fällt mir jetzt leichter, die Vielfalt des Materiellen auszudrücken und zu erforschen. In meinen Arbeiten verwende ich alles, was mir über den Weg läuft.Dynamic art, urban art,information art,cyberart,Medienkunst, Ausstellungen, Messen, Alltag, Facebook, sowie Bilder aus dem gesamten Internet.
Bei meinen digitalen Werken arbeite ich genauso wie bei meiner Bildhauerei. Kopf leeren, nur Impulsen folgen, die mich wirklich faszinieren.
Spontane Gedanken sind mir wichtiger als vorher festgelegte Konzepte. Hierbei hilft mir meine Einstellung zum ZEN. Nie gleiche Wege gehen zu wollen, sowie stets eine Einladung oder ein Ritual für das Unbekannte zu zelebrieren.
In diesem Sinne frohes Schaffen für alle!
Es lebe die zeitgenössische Kunst!

Hilmar Jess

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